Das Elektroauto hat sich durchgesetzt, andere nicht.

Welcher Antrieb setzt sich durch – dies war im letzten Jahrhundert die grosse Frage. Das Elektroauto hat sich durchgesetzt, viele andere nicht.

Im Zweiten Weltkrieg war Benzin knapp. Der Holzvergaser kam zum Einsatz
In den 40er-Jahren war die Turbine nicht nur bei Flugzeugen ein Thema
Bis in die 60er-Jahre wollte man atomare Serienautos bauen
Die Gasturbine läuft nicht nur mit Benzin sondern auch mit Tequila

Das Nischendasein hat ein Ende. Über 100 Jahr stand der Elektromotor und so das Elektroauto im Schatten des Benziners.
Langsam wagt sich der Elektromotor ins Rampenlicht.
Immer mehr Autobauer setzen auf den elektrischen Antrieb. Andere Antriebe hatten aber weniger Glück und verschwanden nach kurzer Zeit wieder.
Hier unsere Top fünf der vergessenen Antriebe.

Platz 5: Der Atomare Antrieb

1958 zeigte Ford den Showcar Nucleon mit Uranreaktor. – GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin

Zum Glück hat sich das Elektroauto durchgesetzt und nicht der Atomreaktor.

Der fand nämlich in den 50er-Jahren, zu Zeiten der Atomeuphorie, grossen Anklang. 1958 zeigte Ford den Showcar Nucleon mit Uranreaktor.
Die Reichweite von 8000 Kilometer war ein Traum.
Bis in die 60er spielte man mit dem Gedanken, atomare Serienautos zu bauen. Schlussendlich waren die Sicherheitsbedenken und vor allem die ungelöste Entsorgungsfrage ein zu grosses Problem.

Platz 4: Der Luft-Hybrid

Der Luft-Hybrid war bereit für die Serie. – GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin

Luft statt Batterien oder Benzin?

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. 2012 präsentierte der französische PSA-Konzern genau diese Technik. Die “Air-Technik” funktioniert wie ein herkömmlicher Hybrid. Anstatt der Batterie fungiert hier aber ein Luft-Drucktank als Energiespeicher.
Der Energiespeicher sammelt die zurückgewonnene Energie vom Bremsen.
Beim Anfahren oder wenn man stark beschleunigt, entleert sich der Tank und die Luft wird rausgedrückt. So wurden die Räder angetrieben . Mit der Druckluftflasche kommt man zwar nur 300 Meter weit, aber der Tank ist in zehn Sekunden wieder komplett geladen. Perfekt für den Stop and Go Verkehr.
Aus wirtschaftlichen Gründen kam es nie zur Serienproduktion.

Platz 3: Der Wasserstoffverbrennungsmotor

Das Elektroauto hat sich durchgesetzt. Folgt jetzt Wasserstoff? – GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin
Auch Wasserstoff ist schon länger ein Thema.
Nicht nur in Brennstoffzellen sondern auch direkt als Kraftstoff für den Motor. 2002 hat BMW ein Kleinserienmodell mit diesem Antrieb auf den Markt gebracht. Vom BMW Hydrogen 7 wurden aber nur 100 Stück gebaut.
Mit der Brennstoffzelle kommt aber wieder Bewegung in die Sache.
Gewisse Hersteller, wie etwa Toyota, bieten neben Elektroautos jetzt auch Wasserstofffahrzeuge serienmässig an. Auch das Tankstellennetz wächst stetig.

Platz 2: Der Holzvergaser

Im Zweiten Weltkrieg was der Holzvergaser eine Alternative zum knappen Benzin. – GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin
Weniger dem Klimaschutz als viel mehr der persönlichen Mobilität, diente der Holzvergaser.
Er trieb das Fahrzeug mit Hilfe von Holzgas an. Im Zweiten Weltkrieg war Benzin knapp. Wer ein Auto oder ein Motorrad besass, baute in dieser Zeit einfach eigenhändig einen Holzvergaser an die Karosserie.
Wegen der vielen Abgase und der aufwendigen Wartung konnte sich diese Antriebsart nicht durchsetzten.
Ausserdem war nach dem Krieg wieder genug Benzin für konventionelle Verbrennungsmotoren verfügbar.

Platz 1: Die Gasturbine

Das wohl berühmteste Auto mit diesem Antrieb war der Chrysler Turbine Car. – GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin
Ab den 40er-Jahren experimentierten Rover und Fiat mit der Gasturbine.
Auch heute ist der Antrieb noch nicht vergessen. Mitsubishi setzt mit seinem Concept Car Mi-tech auf den Turbinen-Antrieb. Der Gasturbinen-Motor-Generator übernimmt die Stromerzeugung für den Hybrid.
Ein Vorteil, die Gasturbine läuft sogar mit Tequilla.
Ist ja vielleicht auch ein Grund, weshalb sich das Elektroauto durchgesetzt hat.
Mehr zum Thema nachhaltige Mobilität und Elektroauto findet ihr bei GO! Das Schweizer Mobilitätsmagazin.

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