Ist der Verbrenner am Ende, oder feiert er doch ein plötzliches Comeback mit synthetischem Kraftstoff? GO! hat für uns nachgefragt.

  • CO2-Reduktion zwingt zur Abkehr vom Verbrenner
  • Brennstoffzelle und Wasserstoff haben mehr Wirkungsgrad als Verbrenner
  • Synthetischer Kraftstoff nur als Alternative für kleine Nische

Die jahrzehntelange Dominanz der uns bekannten Mobilitätsform nähert sich dem Verfallsdatum. So sieht es zumindest aus, doch ist der Verbrenner am Ende? Das GO! Mobilitätsmagazin hat für uns bei einem Experten nachgefragt.

Professor Stefan Roth, Dozent für erneuerbare Energien an der FHNW, sieht vor allem durch politische Vorgaben keine Alternativen. Denn ein CO2-Netto von Null im Jahr 2050 lässt keinen Platz für konventionelle Motoren. In diesem Fall wäre der Verbrenner am Ende.

Doch nicht nur das, sein Ableben könnte bereits deutlich früher eintreten, denn die Industrie muss sich entsprechend anpassen. Solche Prozesse dauern lang, die Entwicklungszyklen ziehen sich oft mehrere Jahre. Schon jetzt haben viele Hersteller angekündigt bereits Mitte dieses Jahrzehnts voll auf Elektro zu setzen.

Trotz synthetischem Kraftstoff scheint der Verbrenner am Ende

Zwar verkaufen sich auch heute noch grosse SUVs und Benzin-Hybride bestens, doch auch hier nähert man sich dem Ende. Denn die Berechnungsmethoden für den Flotten-CO2-Ausstoss verlieren nach und nach ihre Boni für Anrechnung von Elektrofahrzeugen und Teilzeitstromern. So wird es zunehmend schwierig benzindurstige Kraftprotze in der Statistik zu verstecken.
Auch synthetischer Kraftstoff, für den besonders Porsche wirbt und viel Forschungsgeld investiert, sieht der Experte nicht als Lösung. „Der Verbrenner mit chemischem Benzin wird eine kleine Nische sein“. Er vergleicht es sogar mit dem Pferd. Denn was früher Mobilität für alle war, ist heute nur mehr ein Luxusspielzeug für wenige.

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