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Vom Billig-Pick-up bis zum 1500-PS-Monster: Diese E-Autos fehlen uns

Jede Woche tauchen neue E-Autos auf – aber viele bleiben in China oder den USA. Manche Konzepte wären aber auch bei uns richtig spannend. Hier sind fünf Modelle, die wir in Europa vermissen.

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Das Angebot an E-Autos wächst rasant. Gefühlt wird ständig ein neues Modell vorgestellt. Nur: Oft sind diese Neuheiten gar nicht für Europa geplant.

Genau das finden wir schade. Denn gerade in China und den USA entstehen Ideen, die frischen Wind bringen würden – vom günstigen Minimalismus bis zur Technik-Show.

Das sind unsere Top 5 E-Autos, die wir auch in der Schweiz testen möchten.

Platz 5: Slate Auto – radikal günstig, radikal simpel

Slate will einen Gegenentwurf zum Trend liefern. Autos werden immer teurer und komplizierter – Slate will es einfacher machen.

Slate
Slate Auto setzt auf Einfachheit und soll dafür richtig günstig sein. Quelle: GO!

Die Idee: Alles weglassen, was nicht zwingend nötig ist. Statt riesigem Infotainment gibt es nur eine Halterung für Tablet oder Handy. Und wer es richtig puristisch mag, kann sogar manuelle Fensterheber bestellen.

Ursprünglich war ein Preis ab etwa 20’000 Dollar im Gespräch – allerdings inklusive einer E-Auto-Förderung. Diese Förderung wurde inzwischen gestrichen. Darum dürfte der Einstieg eher bei rund 27’000 Dollar liegen.

Dafür gibt es laut Konzept 150 kW Leistung, 120 kW Ladeleistung und etwa 240 km Reichweite. Gegen Aufpreis sollen bis zu 380 km möglich sein.

Slate
Der Slate lässt sich personalisieren, nicht nur in der Farbe. Quelle: GO!

Klar: Ohne Förderung ist das Angebot weniger spektakulär. Trotzdem gefällt uns der Ansatz. Weniger Schnickschnack könnte genau das sein, was viele wollen.

Der Pick-up soll ab 2026 in den USA erhältlich sein. Ob er je nach Europa kommt, ist offen.

Platz 4: Xiaomi SU7 Ultra – eine Zahl sagt alles: 1548

Dieser Eintrag steht wegen einer einzigen Zahl auf der Liste: 1548 PS.

Der Xiaomi SU7 Ultra zeigt, wie extrem das Preis-Leistungs-Verhältnis in China sein kann. Im Heimmarkt soll er umgerechnet etwa 60’000 Franken kosten.

Zum Vergleich: Ein Porsche Taycan Turbo GT startet bei rund 280’000 Franken – und hat etwa ein Drittel weniger Leistung.

Xiaomi
Der Xiaomi SU7 macht eine Ansage, was Preis und PS angehen, leider bis jetzt nicht in Europa. Quelle: GO!

Selbst wenn der SU7 Ultra in Europa teurer wäre: Er dürfte ziemlich sicher deutlich günstiger bleiben als der Porsche. Und genau das macht ihn so interessant.

Ob dieses Über-E-Auto zu uns kommt, ist noch unklar. Falls ja, wäre das ein Pflichttermin fürs GO!-Team: Dann wollen wir wissen, ob der Xiaomi mehr ist als nur eine PS-Ansage.

Platz 3: Rivian – der US-Liebling, der endlich zu uns passen will

Wer in den letzten Jahren in Kalifornien war, kennt die Marke. Rivian steht dort gefühlt an jeder Ecke.

Seit 2021 ist Rivian in den USA etabliert. Im Angebot: ein siebensitziger SUV und ein Pick-up. Mächtig gross – genau nach US-Geschmack.

Rivian
Momentan gibt es Rivian vor allem gross und mächtig, kleinere Modelle sollen aber folgen. Quelle: GO!

Auch bei den Akkus wird nicht gekleckert. Schon die kleinste Batterie soll über 100 kWh haben und über 430 km Reichweite ermöglichen. Die grosse Variante kommt sogar auf 150 kWh und soll rund 700 km schaffen.

Spannend ist aber nicht nur die Grösse. Rivian gilt als clever konstruiert, praktisch und sinnvoll – und für viele deutlich überzeugender als der Cybertruck, der in der Wahrnehmung vieler eher als Flop gilt.

Rivian
Der Rivian R1T positioniert sich als Konkurrent zum Ford F-150 Lightning. Quelle: GO!

Ab 2027 soll Rivian mit kleineren Modellen, die besser zu Europa passen, auch bei uns starten. Wir freuen uns jetzt schon.

Platz 2: Alpha Motor – Retro-Optik trifft E-Mobilität

Alpha Motor will zeigen, dass E-Autos nicht immer gleich aussehen müssen. Die Amerikaner setzen auf modulare Plattformen und flexible Technik.

Das Ziel: Elektrofahrzeuge in ganz unterschiedlichen Formen – mit Retro-Look. Vom 80er-Jahre-Offroader bis zum 60er-Jahre-Coupé soll vieles möglich sein.

Alpha Motor
Eine Idee mit Charme - Alpha Motor baut E-Fahrzeuge im Retro-Look. Quelle: GO!

Bei den Eckdaten klingt es vernünftig statt übertrieben: rund 400 km Reichweite und unter 6 Sekunden auf 100 km/h. Für uns: absolut genug – wenn der Preis stimmt.

Alpha Motor nennt einen Einstiegspreis von rund 36’000 Dollar. Möglich werden soll das durch Standard-Komponenten und modulare Bauweise.

Ob diese Versprechen bei Preis, Vielfalt und Leistung am Ende halten, sieht man erst, wenn die Autos wirklich auf dem Markt sind. Aber die Idee hat Charme – und Europa könnte so eine Marke gut brauchen.

Platz 1: Yangwang – schwimmen, hüpfen, staunen

Auf Platz 1 landet BYD’s Luxusmarke Yangwang. Nicht wegen eines einzelnen Modells – sondern wegen Technik, die man so kaum kennt.

Da wäre zum Beispiel der SUV U8, der schwimmen kann. Er bewegt sich selbstständig in bis zu 1,40 Meter tiefem Wasser – über die vier einzeln angetriebenen Räder. Es ist kein Amphibienfahrzeug, und die Funktion ist eher für Notfälle gedacht. Aber technisch ist es beeindruckend.

Yangwang
Der Yangwang U8 kann schwimmen. Quelle: GO!

Noch auffälliger ist der Sportwagen U9. Der kann tatsächlich hüpfen. Die ausgeklügelte Aufhängung soll eigentlich Schlaglöcher ausbügeln. Das Springen ist eher ein Partytrick – aber einer, der die Technik perfekt ins Rampenlicht rückt.

BYD
Der Yangwang U9 gehört zum BYD-Konzern, der bereits in der Schweiz aktiv ist. Quelle: GO!

Und hier wird es spannend für Europa: Die Chancen stehen gut, dass Yangwang tatsächlich zu uns kommt. BYD ist bereits in Europa aktiv und will auch im Premiumsegment angreifen.

Mehr Mut würde Europa guttun

Diese fünf Modelle zeigen, wie unterschiedlich die E-Auto-Welt inzwischen ist. Mal geht es um radikale Einfachheit. Mal um absurde Leistung. Mal um Technik, die fast wie Science-Fiction wirkt.

Schade, dass vieles davon noch nicht bei uns ankommt. Aber: Bei einigen – vor allem Yangwang und Rivian – könnte sich das bald ändern. Und dann wird’s richtig interessant.

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