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Wer sportlich unterwegs sein will, braucht nicht nur ein starkes Auto, sondern vor allem den passenden Kontakt zur Strasse. Hier kommen UHP-Reifen ins Spiel: Sie sollen mehr Grip, mehr Präzision und kürzere Bremswege bieten als herkömmliche Sommerreifen
Doch wie deutlich ist dieser Unterschied wirklich? Auf der TCS-Teststrecke in Lignières macht Cyndie Allemann den Test mit dem Ultra-High-Performance-Reifen von Continental, den SportContact 7.
Spürbar mehr Präzision auf der Strecke
Schon nach den ersten Metern wird klar: Der Unterschied ist deutlich.
«Beim Bremsen klebt das Auto richtig auf der Strasse», sagt Cyndie. «Und in der Kurve bleibst du auf deiner Linie wie ein Zug auf Schienen – ein normaler Sommerreifen hätte längst angefangen zu quietschen.»
Gerade unter hoher Belastung zeigen UHP-Reifen ihre Stärke: mehr Grip, mehr Stabilität und ein deutlich präziseres Handling.
Warum UHP-Reifen so viel leisten
Für die Technik dahinter sorgt ein aufwendiger Aufbau, erklärt Raphael Murri, Professor für Fahrzeugtechnik an der Berner Fachhochschule:
«Die Seitenflanken sind verstärkt, die Karkasse ist massiver aufgebaut, und auch die Gummimischung sowie das Profil sind speziell ausgelegt. Vieles daran erinnert an einen Rennreifen.»
Das Resultat: Kräfte werden direkter auf die Strasse übertragen – ein entscheidender Vorteil bei sportlicher Fahrweise.
Der Unterschied zeigt sich in jeder Kurve
Für Cyndie ist vor allem das Feedback entscheidend:
«Wenn ein Reifen schwimmt, hast du keine Präzision. Hier bekommst du sofort Rückmeldung – du weisst genau, was das Auto macht.»
Semislicks? Zu extrem für den Alltag
UHP-Reifen kommen in ihrem Aufbau und ihrem Fahrverhalten einem Rennreifen bereits recht nahe.
Noch konsequenter auf maximale Haftung ausgelegt sind allerdings sogenannte Semislicks. Diese Reifen haben weniger Profil und dadurch mehr direkte Auflagefläche auf dem Asphalt – allerdings mit deutlichen Einschränkungen.
«Diese Reifen funktionieren nur bei idealen Bedingungen», sagt Murri. «Bei Nässe oder kühleren Temperaturen haben sie klare Nachteile.»
UHP-Reifen sind deshalb der bessere Kompromiss: sportlich, aber alltagstauglich.
Auch auf der Strasse spürbar
Im Alltag zeigt sich der Vorteil besonders auf kurvigen Strecken – etwa im Jura:
«In engen Kurven spürt man den Grip sofort», sagt Cyndie. «Er klebt deutlich besser auf der Strasse als ein klassischer Premium-Sommerreifen.»
Das bringt nicht nur mehr Fahrspass, sondern auch zusätzliche Sicherheit – etwa bei unerwarteten Bremsmanövern.
«Die weichere Gummimischung sorgt dafür, dass man besser bremsen kann», so Cyndie.
Hohe Leistung – mit kleinen Nachteilen
Ganz ohne Kompromisse geht es aber nicht:
«UHP-Reifen sind teurer, etwas lauter und weniger komfortabel», erklärt Murri.
Ein klassischer Zielkonflikt – mehr Performance bedeutet oft weniger Komfort.
Für Fahraktive die richtige Wahl
Für Cyndie ist die Sache klar:«Das Handling ist entscheidend. Dass der Reifen etwas härter und lauter ist, nehme ich für die sportlichen Eigenschaften gerne in Kauf.»








