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Autos sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. In der Schweiz kostete ein Neuwagen im Schnitt über 60’000 Franken. Für viele Menschen ist das aber weit weg von der Realität, die sie sich leisten können. GO! Redaktorin Laila will deshalb wissen: Wie viel Auto braucht man wirklich?
Laila testet deshalb nicht die teuerste Version, sondern die Basis. Der Frontera startet bei 24’900 Franken und folgt einer klaren Philosophie: Back to Basics.
110 PS reichen im Alltag
Unter der Haube steckt ein 1,2-Liter-Turbo-Benziner mit 48-Volt-Hybrid und 81 kW, also 110 PS. Das sind keine spektakulären Zahlen. Müssen sie aber auch nicht sein.
«Grundsätzlich muss mich das Auto einfach von A nach B bringen – und das so einfach, günstig und unkompliziert wie möglich», sagt Laila.
Genau hier punktet der Frontera. Er ist nicht sportlich ausgelegt, sondern komfortabel. Man sitzt relativ hoch, hat eine gute Übersicht und dank der kantigen Form lässt sich die Grösse gut einschätzen. Gerade im Alltag ist das oft wichtiger als ein paar Zehntel bei der Beschleunigung.
Knöpfe statt Bildschirm-Suche
Bei der Bedienung bleibt der Frontera bewusst einfach. Gestartet wird er noch mit einem normalen Schlüssel im Zündschloss. Auch viele andere Funktionen laufen nicht über verschachtelte Menüs, sondern über klassische Tasten und Schalter.
«Die Klimaanlage kann ich gut blind steuern», sagt Laila. «Bei vielen neuen Autos muss ich dafür in den Touchscreen gehen. Beim Frontera ist es einfach intuitiv. Und das will ich im Alltag.»
In Lailas Testwagen ist für 1100 Franken ein Infotainment-Paket verbaut. Damit gibt es einen Touchscreen und eine Rückfahrkamera. Ohne dieses Paket hätte der Frontera einfach eine Handyhalterung. Für Laila wäre auch das kein Problem: Musik hören und telefonieren funktionieren trotzdem über Bluetooth.
Ein Vorteil der reduzierten Ausstattung: Wichtige Funktionen bleiben auf Knöpfen. So lässt sich etwa der Geschwindigkeitswarner direkt über eine Taste bedienen, statt sich durch mehrere Bildschirm-Menüs zu klicken.
Viel Platz für wenig Geld
Die vielleicht wichtigste Aufgabe eines Alltagsautos ist der Transport. Auch hier liefert der Frontera solide Werte. Der Kofferraum fasst 460 Liter bis zur Abdeckung, mit umgeklappter Rückbank sind es bis zu 1600 Liter.
Hinten gibt es Isofix für zwei Kindersitze. Damit eignet sich der Frontera auch als Familienauto. Wer mehr Platz für Personen braucht, bekommt gegen Aufpreis sogar einen Siebenplätzer. Der kostet zwar 1000 Franken mehr und ist nur mit mehr Ausstattung erhältlich, bleibt aber unter 30’000 Franken.
«Das ist ein Platz-Preis-Verhältnis, bei dem fast niemand mithalten kann», sagt Laila.
Gespart wird nicht bei der Sicherheit
Back to Basics bedeutet beim Frontera aber nicht, dass man auf alles verzichtet muss. Es gibt USB-C-Anschlüsse, für jedes Fenster einen eigenen Knopf und alle gesetzlich vorgeschriebenen Assistenzsysteme. Auch beim Licht spart Opel nicht komplett: Der Frontera hat LED-Scheinwerfer statt alter Halogenlampen.
Gespart wird eher beim Auftritt. Die Basisversion steht noch auf Stahlfelgen. Das sieht man heute nur noch selten.«Die sind günstiger als Alufelgen und optisch vielleicht nicht ganz so schön. Aber mit der Abdeckung sehen sie okay aus. Und sind wir ehrlich: Wer das Auto im Alltag nutzt, dem ist das mehr oder weniger egal», sagt Laila.
Dazu kommen 16-Zoll-Räder statt grosser Show-Felgen. Das senkt die Kosten und kann sich auch beim Verbrauch positiv auswirken.
Vernünftiger Verbrauch
Nach WLTP liegt der Verbrauch des Frontera bei 4,9 bis 6 Litern. Laila bleibt realistisch: «4,9 Liter sind eher schwierig zu erreichen, und auf der Autobahn ist er auch mal über 6 Liter.»
Für die Grösse des Autos bleibt der Verbrauch aber angemessen. Und genau das passt zur Idee dieses Autos: Wer schon günstig kauft, will auch bei den laufenden Kosten nicht unnötig viel ausgeben.
Fazit: Nicht mehr als nötig
Der Opel Frontera will kein Statussymbol sein. Er ist nicht spektakulär, nicht übermotorisiert und nicht besonders luxuriös. Aber er bietet genau das, was viele Menschen im Alltag wirklich brauchen: Platz, einfache Bedienung, vernünftige Kosten und genügend Komfort.
Der Frontera zeigt damit, dass ein Auto nicht immer grösser, stärker und teurer werden muss, um zu überzeugen. Manchmal reicht es, wenn es einfach seinen Job macht. Oder wie Laila sagt: «Das Auto ist nicht mehr, als es muss. Und das reicht nicht nur, sondern ist tiptop.»








