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Mazda 6e im Test: Dieses Elektroauto muss nicht auffallen

Der Mazda 6e wirkt auf den ersten Blick wenig spektakulär. Doch genau darin liegt seine Stärke. Cyndie Allemann testet, warum die Elektro-Limousine vieles richtig macht – und wo Mazda dringend nachbessern muss.

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Normalerweise sagt Cyndie Allemann gleich zu Beginn eines Tests, was an einem Auto besonders ist. Beim Mazda 6e fällt ihr das schwer. «Bei diesem Auto hier gibt es einfach nichts Besonderes», sagt sie

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Beim Mazda 6e gibt es laut Cyndie nichts Besonderes, meint das aber nicht negativ. Quelle: GO!

Doch das meint sie nicht negativ. Im Gegenteil. Denn der Mazda 6e will nicht extrem, revolutionär oder besonders auffällig sein. Er will einfach ein gutes Elektroauto sein. Und genau das gelingt ihm in vielen Punkten erstaunlich gut.

Ein Auto für den zweiten Blick

Auf dem Papier reisst der Mazda 6e niemanden vom Hocker. Die getestete Version mit 68,8-kWh-Batterie kommt auf 480 Kilometer WLTP-Reichweite. Die maximale Ladeleistung liegt bei 165 kW, von 10 auf 80 Prozent soll der Akku in 24 Minuten laden.

Das ist gut, aber nicht überragend. Cyndie sieht darin trotzdem kein Problem: «Wenn man genau hinschaut, dann machen diese Daten Sinn.»

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Der Heckspoiler lässt den Mazda sportlicher wirken als er ist. Quelle: GO!

Denn Mazda verzichtet auf eine riesige Batterie, Allradantrieb und aufwendige Technik. Dadurch bleibt der 6e vergleichsweise leicht. Mit 1962 Kilogramm ist er für ein Elektroauto dieser Klasse kein Leichtgewicht, aber eben auch kein schwerer SUV.

Komfortabel, aber mit sportlicher Note

Zum positiven Eindruck trägt auch das Fahrverhalten bei. Der Mazda 6e ist kein SUV, sondern eine klassische Limousine mit tieferem Schwerpunkt. Das merkt man.

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65 kW Leistung und 480 km WLTP-Reichweite, für Cyndie machen diese Daten Sinn. Quelle: GO!

«So schafft der Mazda 6e ohne teure Technik wie Luftfahrwerk einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit», sagt Cyndie. Der Wagen fährt angenehm, aber nicht schwammig. Er bleibt eher auf der sportlichen Seite, ohne unbequem zu werden.

Das passt zur Marke Mazda, die mit Modellen wie dem MX-5 seit Jahren für fahraktive Autos steht. Nur: Ganz so japanisch ist der Mazda 6e gar nicht.

Ein Japaner aus China

Der Mazda 6e wird gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Changan gebaut. Für Cyndie ist das kein Problem: «Ich finde das ehrlich gesagt nicht so schlimm. Wenn das Auto kann, was wir von der Marke erwarten, dann ist mir eigentlich egal, wo es gebaut ist.»

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Solange das Auto macht, was es soll, ist es Cyndie egal, wo das Auto hergestellt wird. Quelle: GO!

Und tatsächlich erfüllt der 6e viele Erwartungen an Mazda: Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das Platzangebot passt, der Innenraum macht einen guten Eindruck. Dazu kommt ein Preis, der im Wettbewerbsumfeld attraktiv ist.

Fairer Preis, gute Ausstattung

Der getestete Mazda 6e kostet 45’000 Franken. Wichtig dabei: Das ist nicht nur der nackte Grundpreis, sondern der Preis mit Farbe, Felgen und Ausstattung des Testwagens. «Gerade wenn man die Konkurrenz anschaut, ist das wirklich sehr fair», sagt Cyndie.

Ein Tesla Model 3 ist in der Basis zwar günstiger und bietet mehr Reichweite, wirkt innen wie aussen aber deutlich nüchterner. Auch der Hyundai Ioniq 6 schafft seit der Überarbeitung deutlich mehr Reichweite, kostet aber auch fast 10’000 Franken mehr.

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Der Mazda 6e positioniert sich nicht an der Spitze, aber gut gegenüber der Konkurrenz. Quelle: GO!

Der Mazda 6e steht damit nicht an der Spitze. Aber er ist sauber positioniert: genügend Reichweite, gute Verarbeitung, faire Ausstattung und ein vernünftiger Preis.

Die Bedienung ist das grosse Aber

So überzeugend der Mazda 6e beim Fahren und beim Preis wirkt, so sehr stört Cyndie die Bedienung. Mazda war lange eine der wenigen Marken, die sich gegen den Touchscreen-Trend stemmte und echte Knöpfe beibehielt.

Beim 6e läuft nun vieles über den Bildschirm – auch die Klimaanlage. Für Cyndie ist das ein Rückschritt. «Das System hier ist einfach zu kompliziert», sagt sie. Besonders störend: Manche Funktionen sind tief in verschachtelten Menüs versteckt.

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Beim Infotainment muss Mazda nachbessern, findet Cyndie. Quelle: GO!

Wer etwa Fahrassistenten oder die Innenraumüberwachung deaktivieren will, muss sich durch mehrere Ebenen klicken.

Dazu kommt, dass gewisse Assistenten sehr sensibel reagieren. Vor allem die Innenraumüberwachung warnt laut Cyndie zu häufig und wird damit eher zum Stressfaktor als zur Hilfe. «Das nervt wirklich und es wird den Mazda-Fans nicht gefallen.»

Mazda muss nachbessern

Gerade weil der Rest des Autos überzeugt, fällt dieser Punkt stark ins Gewicht. Cyndie findet deshalb klar: Mazda muss hier dringend nachbessern.

«Es muss dringend ein Update kommen, weil es schade ist. Das macht den ganzen positiven Eindruck vom Auto ein bisschen kaputt.»

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Die Assistenzsysteme vom Mazda 6e brauchen dringend ein Update, ist Cyndies Fazit nach dem Test. Quelle: GO!

Da der Mazda 6e over-the-air-updatefähig ist, besteht Hoffnung, dass sich zumindest ein Teil dieser Kritik per Software lösen lässt.

Cyndies Fazit: Unauffällig gut

Der Mazda 6e ist kein Elektroauto für grosse Effekte. Er beeindruckt nicht mit Rekordwerten, extremer Leistung oder spektakulärer Technik. Aber er macht vieles richtig.

Er fährt angenehm, ist gut verarbeitet, fair eingepreist und sinnvoll abgestimmt. Sein grösstes Problem ist nicht das Auto selbst, sondern die Bedienung.

Cyndies Fazit fällt deshalb grundsätzlich positiv aus: «Das Auto macht unauffällig ganz vieles richtig. Es ist einfach ein gutes Auto zu einem guten Preis. So einfach ist das.»

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